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Kinder- und Jugendtherapie Erwachsenentherapie Akzentmethode tonale Stimmtherapie PNF Dysarthrie-Therapie Funktionelle Dysphagie-Therapie Aphasie F.O.T.T. Lax Vox

Akzentmethode (nach Prof. Svend Smith)

Sie ist eine dynamische Form der Stimmtherapie, die Atmung, Stimme, Körperbewegung und Artikulation koordiniert. Alle Übungen haben, durch den Wechsel Therapeutin – Patient, sehr kommunikativen Charakter. Die Wahrnehmung wird von der gestörten Stimmfunktion weggeleitet und auf die Möglichkeiten der Stimme gelenkt, die Normalfunktion trainiert und unbewusst eine Symptombehandlung durchgeführt. Eine weiche, klare, belastbare und natürliche Stimme mit guter Sprechverständlichkeit sind die Ziele dieser Methode.

tonale Stimmtherapie (nach Dr. phil. H. Röttgen und Dr. E. Miethe)

ist eine in sich geschlossene, kommunikative Therapieform. Mit 10 Grundübungen werden die wichtigsten Grundfunktionen der Stimme trainiert. Das Zusammenspiel von Bewegung, Atmung, Stimme und Artikulation steht im Mittelpunkt. Mit Hilfe von grobmotorischen Körperbewegungen wird die feine Koordination in der Atmung und im Kehlkopf positiv beeinflusst, damit eine weiche, klare Stimme entwickelt werden kann.

PNF - Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation

Die Methode führt zur Bahnung von Bewegungen über die funktionelle Einheit von Nerv und Muskel. Ausgenützt werden dabei taktile Stimuli, wie z.B. Zug, Dehnung und Widerstand. Ziel: Koordinierung physiologischer Bewegungsabläufe, Abbau pathologischer Bewegungsmuster und die Muskelkräftigung.

Dysarthrie- Therapie

Die Dysarthrie ist eine Sprechstörung (die Artikulation ist gestört), die durch eine erworbene Schädigung des Gehirns oder der Hirnnerven verursacht wird. Durch die vielschichtige und oftmals kombinierte Symptomatik ist es notwendig, alle am Sprechvorgang beteiligten Funktionsprozesse miteinander bestmöglich zu kombinieren, um eine größtmögliche Kommunikationsfähigkeit wiederherzustellen. Je nach Störungsschwerpunkt wird gezielt an der Verbesserung der Bewegungsabläufe, der Artikulation, der Sprechgeschwindigkeit und der Prosodie gearbeitet.

Funktionelle Dysphagie-Therapie (nach Bartolome)

Beispielsweise durch einen Schlaganfall kann es zu Schädigungen der Hirnareale oder der Hirnnerven kommen, die die komplexen Bewegungsabläufe der Schluckphasen ermöglichen. Störungen in einer oder in mehreren Schluckphasen sind die Folge, und es kommt zu Aspirationen („Verschlucken“). Hauptziel der Therapie bei Dysphagien ist die möglichst weitgehende Wiedererlangung der Fähigkeit zur oralen Nahrungsaufnahme und die Reduzierung des Aspirationsrisikos. Dabei stehen der Therapeutin unterschiedliche Therapieverfahren zur Verfügung:
  1. Restituierende Verfahren: Stimulations-, Bewegungs- und Schluckübungen durchgeführt, deren Ziel es ist, die gestörten Funktionen möglichst weitgehend zu normalisieren.
  2. Kompensatorische Verfahren: Vermittlung von Haltungsänderungen und Schluckschutztechniken, die das Aspirationsrisiko vermindern.
  3. Adaptierende Verfahren: Anpassung der Kostform (pürierte vs. weiche vs. feste Kost, angedickte Getränke, etc.), aber auch die Verwendung spezieller Trinkbecher, eines speziellen Bestecks oder weiterer unterstützender Therapiehilfen.

Aphasie

Eine Aphasie ist eine Sprachstörung nach neurologischen Erkrankungen (Schlaganfall, Schädelhirntrauma, Gehirnblutung etc.). Betroffen sind dabei alle sprachlichen Modalitäten (Sprechen, Verstehen, Schreiben und Lesen) in unterschiedlichen Schweregraden. In der Therapie werden zur differentialdiagnostischen Abklärung entsprechende Testverfahren durchgeführt (z. B. der Aachener Aphasie-Test), um die individuellen Beeinträchtigungen festzustellen. Das vorrangige Ziel besteht in der Verbesserung der alltagspraktischen sprachlichen Fähigkeiten. Durch eine multimodale Stimulierung. Je nach Schweregrad kann es auch zum Einsatz von Kommunikationshilfen kommen. Zum Einsatz kommt dabei z.B. das Therapieprogramm: MODAK (Luise Lutz). Es eignet sich zur Behandlung schwerer und mittelgradiger Aphasien mit Wortfindungsstörungen und Agrammatismus. Die eng an den Symptomen orientierte Aktivierung der 4 Modalitäten der Sprache wird mit einer intensiven Förderung der kommunikativen Fähigkeiten der Patienten verknüpft. Dabei gilt der Grundsatz: Inhalt vor Form.

F.O.T.T. - Facio-Orale Trakt Therapie (Kay Coombes)

Die Therapie des facio-oralen Trakts basiert auf dem Bobath-Konzept und ist bei allen neurologisch bedingten Störungen des Gesichts-Mund-Bereichs anwendbar. Es geht auf Störungen aller Schweregrade und in allen Reha-Phasen ein. F.O.T.T. umfasst insgesamt vier Zielbereiche: Störung der oralen Ernährung, Mundhygiene, nonverbale Kommunikation sowie Atmung-Stimme-Sprechen und die damit verbundenen Probleme, - F.O.T.T. ist eine alltagsbegleitende Therapie - in Zusammenarbeit mit den Angehörigen.

Lax Vox

ist eine einfache und effektive Methode zur Therapie und zum Training der Stimme. Beim „laxvoxen“ blubbert man, vereinfacht gesagt, durch einen Silikonschlauch in ein Gefäß mit Wasser. Dadurch entsteht ein Druckausgleich im Vokaltrakt, der für eine tragfähigere Stimme und ein leichteres und müheloses Gefühl beim Sprechen bzw. Singen (physiologischer Stimmgebrauch) sorgt. Die Methode kann zur Therapie aller Stimmprobleme angewendet werden, aber auch als Warm-up, Cool-Down, zur Vorbeugung von Stimmproblemen oder zur Vorbeugung falscher Stimmverhalten.